Wie entfernen Archäologen einen defekten Lehmofen?

Rückbau & Untersuchung eines rekonstruierten germanischen Lehmbackofens 

Wie funk­tio­niert denn eine archäo­lo­gi­sche Dokumentation?

Im Rahmen des Schul­pro­jektes konnten die Schüler der 9. Klasse des Goethe­gym­na­siums dies testen. Gemeinsam mit den Fach­leuten des Landes­amtes für Denk­mal­pflege und Archäo­logie erprobten sie die digi­tale und zeich­ne­ri­sche Aufnahme eines Lehm­ofens. Vor über 20 Jahren wurde dieser auf dem Muse­umshof errichtet und hatte nach der langen Nutzung zu viele Schäden erlitten. Somit musste er einem Neubau weichen. Eine wunder­bare Chance, um zu unter­su­chen, wie der Gebrauch den Lehm verän­dert und was man über die Konstruk­ti­ons­weise lernen kann.

Doch schaut selbst:

 

Was ist ein SfM?

Mit der foto­gram­me­tri­schen Technik Struc­ture from Motion (SfM) ist es möglich aus einer Serie von Bildern ein 3D-Modell zu erstellen. Diese Technik wird heute gern für die archäo­lo­gi­sche Doku­men­ta­tion genutzt. Anders als andere Tech­niken benö­tigt man hierfür keinen festen Meßpunkte. Mittels spezi­eller Programme wir die soge­nannte Paral­laxe genutzt. Dies ist die schein­bare Verschie­bung bei betrachten eines Objektes von unter­schied­li­chen Stand­punkten aus.

 

Testet selbst!

Haltet euren Daumen vor eure Nase.

Schließt nun abwech­selnd das rechte und linke Auge und betrachtet den Daumen.

Er scheint hin und her zu springen, obwohl ihr euch nicht bewegt.

 

 

Beispiele für SfM Modelle findet ihr in diesen PDF

Diese Aufnahme zeigt den Lehm­ofen vor dem Abbau

Diese Aufnahme zeigt den Lehm­ofen während des Abbaus.

Schau genau hin!

Erkennst du, dass dem Programm Bilder für eine genauere Berech­nung des Modells gefehlt haben? Welche Probleme ergeben sich bei einer auto­ma­ti­siert erstellten Aufnahme?